The Doors (Foto mit Genehmigung von kinowelt.de)Mit nur historischen Filmaufnahmen und Fotografien erzählt Tom DiCillo in „When You’re Strange“ die Geschichte der Band The Doors von ihrer Gründung in Kalifornien bis hin zum Tod von Jim Morrison in Paris. Erzähler des Films ist in der Originalfassung Johnny Depp.

An The Doors scheiden sich noch immer die Geister. Während auf der einen Seite eine fast religiöse Verehrung besonders ihres charismatischen Sängers Jim Morrison steht, halten andere die Band für eine der überschätztesten Gruppen der Rockgeschichte. Doch einen Fakt kann niemand bestreiten: In den fünf Jahren ihres Bestehens und auf den sechs in dieser Zeit entstandenen Alben haben The Doors Fans und Kollegen in aller Welt fasziniert und beeinflusst.

Die Geschichte von Jim Morrison, dem selbsternannten Lizzard King, nachzuzeichnen hatte vor Jahren schon Olliver Stone in Form seines Spielfilms versucht. Doch dessen Ergebnis trug mehr zu einer Glorifizierung als zu einer nüchternen Geschichtsschreibung bei. Wahrscheinlich ist die Form der Dokumentation wirklich die bessere Form, sich dieser Band heute anzunähern. Und DiCillos Entscheidung, nicht die Überlebenden der Band heute zu ihren Erinnerungen vor die Kamera zu holen, ist noch mehr zu begrüßen. Denn schon in anderen Büchern oder Beiträgen haben diese mehr dazu beigetragen, den Mythos weiter zu pflegen.

So ist „When You’re Strange“ zwar von der Verehrung des Regisseurs für die Musik der Band getragen und wohl auch initiiert. Doch in dem recht nüchternen Kommentar, der die Bilder und Konzertaufnahmen begleitet, sind sowohl die Spannungen innerhalb der Gruppe als auch die Entwicklungen der Musik von Album zu Album nachzuvollziehen. Besondere Intensität bekommt der Streifen dann, wenn es zu Wechselwirkungen der Zeitgeschichte und der Musik kommt. Der Vietnamkrieg etwa – an dem Morrisons Vater als Befehlshaber einer Flotte von Flugzeugträgern beteiligt war, wird mit „The Unknown Soldier“ untermalt. Und während The Doors beim Festival auf der Isle of Wight spielen, werden nicht nur die Ermordungen von Martin Luther King und Robert Kennedy sondern auch der Tod von Jimi Hendrix und Janis Joplin eingespielt.

Die jetzt bei Arthaus erschienene DVD bringt neben dem Film noch Interviews, die mit dem 2008 verstorbenen Vater Morrisions und seiner Schwester sowie ein Interview mit Regisseur DiCillo.

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