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gangnamenbang

überall stand etwas drauf. egal ob man sich den locher griff, den klammeraffen, das brillentuch oder den radiergummi, die zigarettenschachtel, den taschenrechner oder die unterhose, den stift, das tempotaschentuch, den wecker oder das plüschtier, irgendwas hing überall dran, oben oder unten drunter. überall tat sich WEITERLESEN

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am straßenanfang

UNTERM SAFT GEHT’S WEITER / 88 ich war nach zahlreichen erfolglosen psychiatrieaufenthalten psychisch so hinüber, daß meine frau es gerade noch schaffte, mich zu einer heilerin zu schleppen. der mann einer kollegin meiner frau war bei dieser heilerin gewesen. er war nur noch mit morphiumpflaster WEITERLESEN

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ohne bruch kein spruch

UNTERM SAFT GEHT’S WEITER / 86 leer. wie ein ausgekippter sahnebecher, ungeschlagen in den ausguß. ungeschlagen? der mann schlang sich den mantel um und schritt vor die tür. schnee, schwarzer schnee, doch sein mantel war rein, und ein alter kerl näherte sich dem mann, blieb WEITERLESEN

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stübchenspringer

UNTERM SAFT GEHT’S WEITER / 85 „hallo, und was soll’s bei dir sein?“ „n’abend, mach’ mir einen pott, gieß mir einen pott von 240 stübchen ab.“ „ich geh’ mal von einem pott kaffee aus?“ „ne, zieh einen pott bier aus 240 stübchen raus, alkoholfrei.“ „alles WEITERLESEN

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die verliebte musicbox

ihre augen lispelten: „laß mich fallen! – heb mich auf!“, und ihre lippen fügten bewegungslos hinzu: „dich küß ich nie!“ meine augen waren entzündet, und kleine säckchen unter diesen schnalzten hängend: „dich küß ich immer!“, und die socke auf meinem linken fuß fügte stockend und WEITERLESEN

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ohne fangschuß anbei

ich hockte herum. zu nichts in der lage. über stunden bewegungslos. in einem gefühl, als kauerte ich eingefroren in einem karton, den die sinnlosigkeit um mich gefaltet hatte. diese unsichtbare, mich einhüllende pappe war einfach nicht zu zerschlagen. meine ohnmachtsgefühle prallten ab, beulten mich auf’s WEITERLESEN

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stoffsauer

nebel. eine hand vor augen sehen? wessen hand? oder kam der äußere wahrgenommene nebel gänzlichst aus dem inneren des mannes, stellte sein inneres sich ihm von außen vor? stellte die sicht sich zwischen seine sicht?   „ich sichte nichts mehr, komm an nichts mehr ran.“ WEITERLESEN

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endspringer

und dann springt dir das ende wie ein sich abreibender staubpilz in den nacken.  du hast nur einen schatten gesehen. schnell und doch so schwerelos. so furchtbar leicht. schlägt er dich um. wie ein fliegender beutel. und dann kommst du dir selber vor wie ein WEITERLESEN

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gewinnend im rundumcasino

und wenn der hase seine bunten flügel hängen läßt, der schmetterling die langen ohren aufrecht stellt, nach allen seiten dreht und lauscht, das löwenmännchen seine glatze im tümpel der oase spiegelt, die feldmaus sich die läuse aus der mähne schüttelt, das känguru die margarine im WEITERLESEN

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kappenlos

fliegender teppich. würd ich mich heute gar nicht mehr rauftrauen. eine tarnkappe. das wär’s.  doch sie verkaufte mir vor meiner wohnungstür etwas anderes. „guten tag, scheren- und messerschleifer. sollen wir ihnen was schleifen? wieder richtig scharf machen? küchenmesser vielleicht?“ erst dachte ich, die frau wollte WEITERLESEN

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mannzwergen

„mußt ihr mal ein kompliment machen, dann ist sie auch wieder gut drauf.“ sagte er. „wie kommst denn darauf? meine frau ist doch gut drauf.“ „na ja, wie ein mensch drauf ist, ist doch auch immer ein spiegelbild der beziehung. und wenn ich sehe, wie WEITERLESEN

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drei stuben kurz

Nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen. „was für ein bescheuertes sprichwort!“ schimpfte resigniert der mann vor sich hin, „wenn ich doch nur einen davon hätte.“ was für ein blödes quizgitter, wochen, stunden, tage, minuten, der mann kreuzte c an und WEITERLESEN

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und die plätzchen sind auch die besten

„und, was läuft? lange nicht gesehn, was gibt’s neues?“ wollte er von mir wissen. „nichts. nichts passiert.“ antwortete ich ihm. „nichts erlebt?“ fragte er nach. „ach.“ sagte ich „immer dieselbe scheiße. was soll man denn erleben? und du?“ fragte ich zurück. „hab letzte woche ’ne WEITERLESEN