Anni PiperVon der Optik sollte man sich nicht täuschen lassen. Zwar sieht Anni Piper aus wie eine elegante Dame. Doch wenn sie bewaffnet mit ihrem Bass loslegt, dann ist es Zeit zum Abrocken. Die aus dem australischen Wollongong stammende Musikerin gehört mit Ana Popovic zu den besten Frauen im Bluesrock weltweit. Mit zwölf begann Anni Piper E-Gitarre zu spielen. Doch schon bald begann sie den Bass als ihr Instrument zu entdecken. Es lag ihr mehr, der Musik einen Groove zu verpassen, als mit Solos zu brillieren. Schon mit 19 Jahren erhielt sie ihren Bachelor of Arts in Zeitgenössischer Musik an der heimatlichen Southern Cross University in Lismore.

Irgendwann während ihrer Schulzeit, so erinnert sie sich, hörte sie das erste Mal Blues. Es war die Paul Butterfield Blues Band, die Born in Chicago spielte. Zu dem Zeitpunkt war ihr klar, dass das genau die Musik war, die sie selbst spielen wollte.


Als 2004 ihr Debüt “Jailbait” erschien, gewann sie damit sofort ihren ersten australischen Blues Music Award als “Best New Talent” und erhielt sogar eine Nominierung als beste Sängerin.

Mit “Texas Hold ‘Em”, das Anfang 2007 erschien, hatte sie ihren Sound gefunden: Von jetzt ab ging sie wesentlich rauher und rockiger zur Sache. Man könnte sagen: Frauen-Power, wie sie sein muss. Und sie wurde auch als Songwriterin immer besser. Auch wenn ihre Lieder im Blues verwurzelt bleiben, sind sie doch nicht von einer nostalgischen Sehnsucht nach dem Mississippi-Delta sondern von einem klaren Blick auf die Gegenwart geprägt. Und das ist auch eine Ursache dafür, dass Anni mit diesem Album auch den Sprung in amerikanische und europäische Radioprogramme schaffte.

2008 unterzeichnete sie ihren nächsten Plattenvertrag folgerichtig auch beim amerikanischen Label Blues Leaf Records. Dort war sie kurzfristig Labelkollegin von Janiva Magness. Ihr amerkanisches Debüt “Two’s Company” erschien Anfang 2009. Die Nachfolgeplatte “Chasin’ Tail” ist in den USA seit Januar auf dem Markt und soll im Juni auch in Europa veröffentlicht werden.

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