CoverEine Band, die nur Coverversionen veröffentlicht? Bei Nouvelle Vague ist das keine Frage fehlender Kreativität sondern vielmehr ein äußerst anspruchsvolles künstlerisches Programm. Auf ihrem vierten Album Couleur Sur Paris werden Titel der französischen New-Wave-Szene der 70er und 80er Jahre in den traditionellen Bossa/Easy-Listening-Kosmos der Band übersetzt.

 

Nouvelle Vague ist eine Band, an der sich die Geister scheiden. Wer aus Punkklassikern wie „Too Drunk To Fuck“ oder aus Liedern von Joy Division oder The Cure angenehm dahinplätschernde Bossa-Songs mit netten Gastsängerinnen macht, provoziert die empörte Ablehnung geradezu. Oder man findet genau deshalb bei aufmerksamen Hörern, denen die Songs wichtiger sind als die Sänger ebenso brennende Fans. Gerade die kalte und oft maschinell wirkende Post-Punk-Musik wird durch das Produzentenduo quasi humanisiert und mit jeder Menge Gefühl versetzt.

Und dies wird sich auch mit Couleur Sur Paris fortsetzen. Wenn auch der Wiederekennungs- und Aha-Effekt bei den 16 Stücken des Albums nicht so prompt kommen wird wie bei den bisherigen Scheiben. Denn die gecoverten französischen Klassiker sind meist doch eher den Spezialisten bekannt. Was aber den Hörgenuss keinesfalls mindert. Zu den Bands und Künstlern, die einer akustischen Frischzellenkur a la Nouvelle Vague unterzogen wurden, zählen unter anderem Mano Negra, Noir Désir, Taxi Girl und Rita Mitsouko. Neben Stammgästen wie Mélanie Pain und Camille sind erstmals auch Vanessa Paradis,sowie Charlie Winston aus England und der Franzose Julien Doré dabei.

Die Platte selbst klingt ganz klar wie die Vorgängeralben: Durch und durch französisch und mit jeder Menge Erotik in den Stimmen. Für trübe Herbstabende ist diese Kur äußerst empfehlenswert.

{source}
<iframe src=“http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&bc1=FFFFFF&IS2=1&bg1=FFFFFF&fc1=000000&lc1=0000FF&t=wasserprawdad-21&o=3&p=8&l=as1&m=amazon&f=ifr&md=1M6ABJKN5YT3337HVA02&asins=B0047QWYRU“ style=“width:120px;height:240px;“ scrolling=“no“ marginwidth=“0″ marginheight=“0″ frameborder=“0″></iframe>

{/source}