sundayers_cogeloNachdem ich erst kürzlich über das Debüt von Los Sundayers aus Madrid gestolpert war, ist jetzt das zweite Album der Band bei Jamendo erschienen. Es setzt wiederum auf einen erfrischenden Mix aus Ska, Latin, Reggae und Funk.

Es soll ja Musiker geben, die es als Beleidigung auffassen würden, wenn man ihre Platten als Partymusik bezeichnen würde. Ich kann mir kaum vorstellen, dass dies bei den Sundayers der Fall ist. Denn ihre sonnige Mixtur der verschiedensten karibischen Musikstile ist prädestiniert dafür, bei sommerlichen Festen die Tanzfläche zu füllen. Der entspannte von hervorragenden Bläsern und den drei Sänger/innen getragene Reggae – immer wieder gebrochen durch Latin-Rhythmen oder auch mal Funk-Attacken – lässt sich wirklich kaum beim Stillsitzen hören. Und das meine ich als großes Kompliment. Hier stören mich gar manche Hiphop-ähnlichen Gesangsstücke nicht mehr (und das obwohl ich damit sonst nichts anfangen kann).

Man merkt Cógelo! an, dass sich die Band in den letzten Jahren musikalisch weiterentwickelt hat. Und auch die Produktion von Ferni Duhalde ist ein Zugewinn zu der schon großartigen Debütscheibe. Beim ersten Hören ist mir bei den 13 Liedern kein wirklicher Durchhänger aufgefallen. Und als bei Oh My Cat! die Spanier dann auch noch einen wunderbaren Swing hinlegten, war mein Fazit klar: Wunderbares Album – Herunterladen und sich auf den Sommer freuen!