ich hab es gerne

 „ich mag es am liebsten, wenn mein mann mir montags als erstes den schlüpfer vollwichst, den zieh ich mir dann über, und dann komm ich gut durch den arbeitstag nach dem wochenende. und machmal trägt mich das sogar die ganze woche.“<br />   „glaub ich dir nicht.“<br />    „ist aber so. das trägt mich durch den ganzen montägigen arbeitstag und macht mir ein gutes gefühl und gute laune. ich bin dann ganz beschwingt, wenn ich nässe und feuchtigkeit zwischen meinen beinen spüre, diesen saft, der lange feucht bleibt und klebt und gut zu riechen ist, wenn ich mal muß.“<br />  „und das war’s dann?“ fragte er sie.<br />  „nein, abends machen wir es dann ganz normal, wie alle anderen auch.“<br />     „wie kommst du denn auf so was?“ fragte der mann.<br />     „na, du willst doch immer alles wissen. du hast mich doch gefragt nach außergewöhlichen, nicht alltäglichen praktiken. du willst so etwas doch immer wissen. alle andere themen langweilen dich doch. und wenn ich jetzt offen bin und erzähle, was mein mann und ich so alles machen, dann glaubst du mir nicht mal.“<br />    „doch, doch, ich glaube dir, aber es ist ungewöhnlich.“<br />   „für mich nicht.“ sagte die frau.<br />     „und nur dein mann darf das machen?“ fragte der mann.<br />     „ja, irgendein anderer ist da nicht vorstellbar für mich. das würd ich eklig finden mit so einem slip rumzulaufen, wenn der von einem anderen vollgewichst wär.“<br />  „merkwürdig. schon komisch.“ sagte der mann.<br />  „was soll denn daran merkwürdig sein? ich erzähl dir das hier, ganz was intimes, und du tust seltsam, findest das merkwürdig und bist erstaunt. oder wie soll man das nennen, verdutzt, schockiert?“<br />  „ich bin doch nicht schockiert, nur von dir hätt ich das am allerwenigsten erwartet. man stellt sich da immer so eine richtige schlampe vor, und so wirkst du eben nicht.“<br />    „da kannst du mal sehen, daß man menschen überhaupt nichts ansehen kann. jedenfalls nichts, was mit sexualität, sex, vorlieben, geilheit und was weiß ich noch alles zu tun hat.“<br />     „ja, kann man wohl sagen. alles klar.“<br />    „gar nichts ist klar bei dir, aber wenn dir das nicht bekommt, dann laß uns über etwas anderes reden. aber alles andere langweilt dich ja immer nur.“<br />     „ja, laß uns lieber das thema wechseln.“ sagte der mann und fragte: „und wie geht’s deinem bruder, hat der schon ausstudiert? ist der jetzt fertig?“<br />  „schon lange. der arbeitet schon lange in einem guten job.“<br />   „wo denn?“<br />    „in berlin.“<br />  „und was macht er da?“<br />    „ist in der pharmaindustrie.“<br />     „aha.“<br />    „hat er noch die freundin von damals?“<br />    „nein.“<br />   „und sonst?“<br />  „hat eine frau und zwei kinder.“<br />  „ach, junge und mädchen?“<br />     „zwei jungs.“<br />     „und wie alt sind die?“<br />   „vier und drei.“<br />  „das ist ja ein putziges alter.“<br />  „ja.“<br />     „wenn sie nachher zur schule gehen, dann ist das vorbei, dann sind die versaut.“<br />  der mann dachte anbei an ihren vollgesauten slip. das hätte er nicht von ihr gedacht. immer so schüchtern, irgendwie. immer hat sie so schüchtern auf ihn gewirkt. aber schüchternheit sagt ja auch gar nichts aus, jedenfalls nichts, was unterwäsche anbelangt und wie sie getragen wird.<br />   „du wirkst immer so schüchtern und zurückhaltend auf mich.“ fing der mann wieder an, „ich kann mir gar nicht wirklich vorstellen, daß du jetzt mit so einem verklebten schlüpfer vor mir sitzt.“<br />  „heut ist donnerstag.“ antwortete sie ihm.<br />    „na und?“ fragte der mann.<br />    „diese woche ist nicht durchgehend.“ antwortete die frau, und der mann verstand nicht, was sie damit meinte, wußte auch nicht, ob sie heute beschwingt war, oder was sie durch den tag hierher zu ihm getragen hatte. und er traute sich auch nicht, das zu erfragen.<br />     „dann kriegen die jungs ja auch bald die milchzähne rausgeschoben, fallen einfach raus die teile und wackeln vorher eine weile vor sich hin. sehen nachher drollig aus mit ihren zahnlücken. mußt du unbedingt ein paar fotos von machen.“ sagte der mann.<br />    „das macht mein bruder schon selber. der schickt mir die auf’s handy. willst mal ein paar sehen?“<br />     „gerne.“ sagte der mann, sah sie ihr handy rausfummeln, tatschen und suchen auf dem ding: „hier.“ hielt sie es ihm entgegen. „ich seh nichts.“ sagte der mann, stand auf und ging zu ihr hin, beugte sich in richtung ihres gehaltenen handys, beugte den kopf näher und noch etwas dichter, tiefer an sie heran und roch nichts.<br />     &nbsp;

UNTERM SAFT GEHT’S WEITER / 36

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