Die ewige Suche nach der Schönheit im Reich der Melancholie wird auch auf dem neuen Album von Element of Crime fortgesetzt. Eine Mischung aus lakonischen Chansons und derben Bluesrockstücken hört der Kritiker der Zeit. Und das ist schon mal ein  guter Ansatz.

 

Trinken, rauchen, und immer noch nach der Liebe suchen – bei Element of Crime ist auch auf ihrem neuen Album "immer da wo du bist, bin ich nie" alles beim alten geblieben. Jedenfalls beim ersten flüchtigen Hören. Wie immer wird die flüchtig schillernde Melancholie des Alltags in betörende Sprache übersetzt.

“Immer wenn ich Rauch einsog und mich die gute Laune trog / Und ich im ersten Stock vom Küchenfenster in die Bäume flog… dachte ich, ich wär am Ziel” heißt es etwa im Titelsong. Und ähnlich schickt und die Band auf die Reise durch die Kneipen und Frühstückslokale, durch alte Straßenbahnschienen oder in die hinterste Ecke der Erinnerungen. Das ist wie immer überhaupt nicht weinerlich – nur einfach oft zum Heulen schön. Auch wenn plötzlich die Teletubbies auftauchen oder im Fernsehen mal wieder der Weiße Hai läuft. Und selbst Euro und Markstück sind fähig, als Grundlage für noch ein Liebeslied zu dienen.

Und dann noch die Selbstironie angesichts der vielen Metaphern: “Was für Cloppenburg Pfanni ist, bist du für mich / Und dann scheiß auf Metaphern, die sind böse und heiß / Und im Gesicht haben sie Pickel, die sind nicht schön”. Die Pickeln mögen nicht schön sein – das Album ist es auf jeden Fall. Ja – es ist eines der besten, die mir dieses Jahr vor die Ohren gekommen sind.