Teeniestars gab und gibt es immer wieder unabhängig von Genregrenzen. Die Kritik pendelt dann immer zwischen „The Next Big Thing“ und „Manche Musik braucht einfach ein bestimmtes Alter, bevor man sie wirklich spielen kann.“ Auch bei der Chase Walker Band aus Kalifornien kann man Argumente für beide Betrachtungsweisen finden.

Man nehme: Drei Freunde, die verrückt genug sind, nach Erledigung der Hausaufgaben sich mit Blues zu beschäftigen und Eltern, die sich ganz darauf einlassen, ihre Sprösslinge in diesem unzeitgemäßen Streben zu unterstützen. Chase Walker ist ähnlich wie andere hochgelobte Jungspunde im Blues ein technisch versierter Gitarrist, der eine Menge Zeit in das Studium der Klassiker zwischen Stevie Ray Vaughn, der verschiedenen Kings und Bluesrockern wie Joe Bonamassa investiert hat. Und auch seine Freunde Randon Davitt (bg, voc) und Matt Fyke (dr, voc) haben ihrer Lektionen gelernt. Und sie haben einen Vorteil gegenüber altgedienten Heroen: Sie haben jede Menge Unbekümmertheit und Energie. Die springen einem schon beim Opener „Coming Clean“ entgegen. Man merkt: Hier sind einfach drei Jugendliche am Werke, die eine Menge Spaß dran haben, den Blues zu spielen. Auch andere Stücke zeichnet das aus, etwa die Single „Good Day for the Blues“, wo sich Walker und Davitt das Gesangsmikrofon teilen. Nur dass man hier doch erkennt, dass hier mehr das Erlernte als das selbst Erlebte und Erfühlte aus den Boxen dringt. 

Für ein Debüt äußerst bemerkens- und lobenswert: Die Chase Walker Band hat mit Walker und Davitt gleich zwei Songwriter. Und so finden sich auf „Unleashed“ nicht nur Coverversionen sondern auch eigene Geschichten. Für „Too Many Days Ago“ hat Walker sogar schon einen Preis gewonnen. Und auch „Buffalo Bayou“ von Davitt oder Walkers Instrumentals wie „DIY“ machen neugierig darauf, wie sich diese Band in den nächsten Jahren noch entwickeln wird.

„Unleashed“ ist ein bemerkenswertes Debüt, dessen Schwächen niemals wirklich den Spaß beim Hören verhindern. Walker und seine Freunde machen deutlich, dass mit ihnen in den nächsten Jahren zu rechnen ist.

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