CoverDie vier Sängerinnen und Sänger der Gruppe Soul Children sollten bei Stax die Nachfolge der Hitlieferanten Sam & Dave antreten, die im Mai 1968 an Atlantic fielen. Isaac Hayes und David Porter versuchten, das Erfolgsrezept zu verdoppeln. Zu den zwei Männern gibts jetzt noch zwei Frauenstimmen dazu. “Chronicle” liefert 12 Stücke aus der Karriere des Quartetts.

Es gibt Kritiker die der Meinung sind, die Hörgewohnheiten vor allem der europäischen Konsumenten würden vor allem durch Sampler geprägt. Beim Soul etwa durch die sechsteilige Reihe “That’s Soul”, die neben bekannten Namen auch unbekanntere Interpreten vorstellte. So ganz unrecht haben diese Kritiker nicht, da ein Großteil der Veröffentlichungen im klassischen Soul als Singles erfolgte, die damals wie heute in Europa schwer aufzutreiben sind. Da freut man sich doch über das eine oder andere Greatest Hits-Album. Wie etwa Chronicle, ein Album mit 12 Hits der 1968 gegründeten Soul Children.

Zunächst sah es ganz danach aus, als könnte Stax den Erfolg von Sam & Dave mit dem Quartett wiederholen. Im November 1968 kam ihre erste Single “Give ‘Em Love” auf Platz 40 der Hitparaden. “I’ll Understand” schaffte es bis auf 29. Doch wenn Hayes/Porter der Gruppe auch fünf Hits in Folge produzierten – so groß wie Sam & Dave wurden sie nicht. Auch nicht mit dem 1970er Remake von deren großem Hit “Hold On I’m Coming”, modischerweise mit einem treibenden Funkgroove versehen. Auch mit späteren von anderen geschriebenen und produzierten Liedern kam die Gruppe bis zu ihrer Auflösung 1978 nicht auf die absoluten Spitzenplätze. Das liegt einfach auch daran, dass Sam & Dave eben in einer ganz anderen Liga sangen und keine willkürlich gecastete Band waren.

Womit ich nichts gegen die Qualität von The Soul Children sagen will: Doch die 12 Songs auf der Platte liefern allerfeinsten Stax-Soul zwischen Tanzboden und Schmusedecke, Frauen und Männer spielen sich die musikalischen Ideen zu, dass es eine Freude ist. Im Hintergrund arbeiten Rhythmus und Bläser des Labels und sorgen für das treibende Fundament. Allein mit diesem Rezept hatte Stax die Geschichte der Soulmusik bis zur aktuellen Retrowelle entschieden geprägt.

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