The Jitterbug Vipers

The Jitterbug Vipers

Man nehme eine Menge Liebe zur klassischen Swing-Musik, ein paar hervorragende Instrumentalisten – und eine Sängerin, deren Stimme sich sofort irgendwie in den Gehörgängen festsetzt. Nach diesem Rezept sind etwa The Jitterbug Vipers aus Austin entstanden.

Nein, so ganz verstehe ich das nicht, wie The Jitterbug Vipers zur Beschreibung ihrer Musik kommen:

„it’s kind of hard to describe what we do, other than to say it’s our idea of what would happen if count basie met up with jerry garcia in some dark alley and started a throwdown with duke ellington and billie holiday, ella fitzgerald, ray brown, maybe stephan grappelli and definitely django were cruisin‘ by…..oh, what’s that? why, there’s nina simone! come on over here, girl!  then a crowd starts to gather…. uh oh, here comes Frankie Manning! watch it now, he’s a real cool cat who dances his ass off, gonna show his moves….! we aim to get your toes tappin‘ and your butt wigglin‘ and your mind dancin‘ with a smile on your face! well, that’s the picture we try to paint with our music. hope you enjoy it, ‚cause we sure enjoy playing it!“

Ok, den zweiten Teil kann man so unbedingt unterschreiben: Diese Band um Sängerin Sarah Sharp und Gitarrist Slim Richey bringt einen wirklich in Bewegung: It’s Swing, Baby! Und das ist es nun, ob da Klassiker wie Love Me Or Leave Me oder Jazzstandards wie der „Work Song“ interpretiert werden. Selbst das fast zu Tode gecoverte Ain’t No Sunshine wird einer Behandlung unterzogen. – Die laszive Stimme von Sharp – manchmal verstellt sie sich und klingt ganz und gar mädchenhaft – trägt die Stücke ebenso wie die dezente Western-Swing-Gitarre von Richey. Und wenn dann Gastmusiker etwa an der Posaune noch Bläserlinien einstreuen, freut sich der Fan. Auch wenn das wirklich nicht die Neuerfindung des Swing ist, auch wenn die Originalität der ganzen Band nach dem Abklingen des Swing-Revivals einfach nicht wirklich vorhanden ist. Das ist verdammt gute Swing-Musik, die man sich an so manchem Samstagabend in der Lieblingskneipe wünschen würde.Aber was soll das mit Count Basie und Jerry Garcia, die sich gemeinsam gehörig die Kante geben? Vielleicht kommt das bei nem Live-Auftritt so rüber. Aber die mir vorliegenden Aufnahmen klingen für so eine Behauptung einfach noch zu brav.

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