wenn die stadt als wald leuchtet, und die menschen in ihren gipfeln rauschen, und der schmant der neugeborenen mit dem abfall verbrannt wird, liegt das laub im bett und träumt.
so furchtbar feucht die liebe, und im nächsten sog schon trocken.
„rutsch mir doch den buckel runter!“ und ihr langes, rohes haar hängt wirr der wirbelsäule einen ab, sträubt sich einem knoten in der blüte. und doch verfilzt und knotig letzte nächte, und noch im strom der wiese kalter duft.
wenn das dasein als rollfeld blinkt, und die menschen die falschen fluglinien buchen, geht meist immer erst unter der notlandung der fallschirm auf.

der mann legte den fallschirm nicht mehr zusammen. wie denn auch, mit all den fremden schnüren!, schnürte sich die schuhe zu und ging in den leuchtenden wald. rettungswagen heulten einer klinik entgegen, und der mann machte sich von der fahrbahn. glitschig kamen ihm die straßen vor, so furchtbar feucht die nacht. doch die kneipe in die er rutschte war noch trocken.
und als die besoffene frau reinkam, einen stiefel nach dem anderen auszog und das in den stiefeln versteckte kleingeld auf den tisch ausschüttete, reichte ihr gebunkertes geld nichtmal für ein kleines bier. „ICH WILL BIER!! ICH WILL BIER!! ICH BIN IM ‚TREFFER‘ VERGEWALTIGT WORDEN!!“
„NIX BIER!!“ schrie der kerl hinterm tresen hervor.
„ICH BIN VERGEWALTIGT WORDEN UND WILL BIER!!“
die frau führte ihre am leibe hängende aber zerissene strumpfhose vor: „ICH BIN VERGEWALTIGT WORDEN!! UND JETZT ZEIG ICH JEDEM MEINE MUSCHI!!“
und dann zeigte sie ihre verschwitzte muschi her, und außer zwei studenten wollte sie keiner sehen.
‚die ist auch abgesprungen!‘ dachte der mann, und bevor er ihr seine halbvolle bierflasche reichen konnte, nahm sie sie einfach und saugte schon an ihr.
„oh ist das mistig draußen…!“ kam es beim betreten des ladens von einer handvoll nächster gäste. fröstelnd schüttelten sie sich durch, sahen die sich halbfrei gemachte frau und ihre umgeknickten stiefel, und der mann hörte: „…die schon wieder! die kommt bestimmt auß’em wald…!“

UNTERM SAFT GEHT’S WEITER / 9