der esel steht still und legt den schatten den das blattwerk des baumes über ihn wirft unter sich ab. blauer himmel und felsen ringsum, und der mann kommt an den esel nicht ran, sieht nur verzierte decken auf ihm liegen.
stocksteif, doch atmend dieses tier im mann, kein schwanz, der ihm insekten niederschlägt, den rhythmus eines weitergehens in ihm wedelt.
geröll ringsum und wacklig lose diese steine unter seinen beinen.
doch die sonne schiebt erbarmungslos den schatten, verschiebt die dunkle starre ihrer untertanen, und die abhängigkeit der schlagenden herzen läßt auch den mann im all pulsieren, läßt ihn im finstern weiterstolpern, sich bunte decken um den schädel schlagen.

„was stolperst du nachts mit diesen decken um den kopf um unsere stehlampe? mach’s licht aus und komm’ zurück ins bett!“
„ich kann nicht.“ sagte der mann, „alles klopft in mir, als wär ich nur geröll, als wenn schutt in mir einfach nicht zur ruhe kommt, ich kann liegen, ich kann laufen, ich kann stillstehen, und nichts hilft!“
„denn mach’ wenigstens das licht aus, oder schließ die tür, um halb sieben klingelt schon der wecker!“
„ich weck’ dich!“ rief der mann, schloß die tür und zog den lampendimmer runter, hörte nicht ihr: „hast du schon.“, schmiß sich auf seine bunten decken.
sonne sollte morgen scheinen, hatte die dicktittige wetterfee im fernsehen gesagt, und dann war sie aus dem bild gestöckelt mit einem: „ich wünsche allen einen schönen sonnentag im garten oder auch beim bier.“
nackt auf bunten decken, dunkles licht und irres klopfen. bunt unter nacktheit, licht im dunklen, klopfen…
die wetterfee hatte am morgen bildschirmfrei, und als er seine frau mit einem kuß weckte, ihr bunte decken sanft zur seite zog, sah er es unter ihrem busen pochen.
insekten harrten stocksteif auf den tapeten der vier wände aus, und der mann nahm sich vor, sie erst nächste nacht zu erschlagen.

UNTERM SAFT GEHT’S WEITER / 6