Muddy Waters – Biografie

Als einer von 1,6 Millionen Afroamerikanern verlässt 1943 der junge McKinley Morganfield den Süden, um in Chicago sein Glück zu versuchen. Als sich in der DDR 1976 herumspricht, dass Muddy Waters bei der Jazz Jamboree in Warschau auftreten wird, machen sich zahllose Bluesfans auch ohne Karten auf Tour in das sozialistische Nachbarland. Muddy Waters – Vater des elektrischen Chicago-Blues und Vorbild zahlloser Rockmusiker ist eine der prägendsten Erscheinungen der Bluesgeschichte. Und ein Musiker, über den man 2013 eigentlich wenig Neues mehr schreiben kann. Aber man kann sich erinnern an den Mann, seine Musik und an Momente, wo man sie gehört hat.

Für mich beginnt die Geschichte später. 1976 hatte ich vom Blues noch nie etwas gehört. Meine Erfahrungen mit populärer Musik beschränkten sich auf ein paar Platten, die Klassenkameraden von ihren älteren Geschwistern ausborgten: Die Puhdys etwa oder MTS wurden ab und zu aufgelegt, wenn ich zu Besuch bei ihnen war. Die einen brachten mich zum lachen, die anderen ließen mich kalt mit ihren Sprüchen von wegen „Vorn ist das Licht“. Und auch später, als ich mich selbst schon als gequälten missverstandenen Bluesmen sah, dessen „grandiose“ Bluesharp zum Glück außer den gequälten Vögeln über den Äckern auf dem Schulweg kaum jemand zu hören bekam, war Muddy Waters eher ein Schlagwort, ein Insider-Begriff, dass sich die Eingeweihten zuwarfen. Für mich nicht mehr. Bis zu dem Tag, als erstmals jemand das Album „Muddy Mississippi Waters live“ auflegte, mit dem AMIGA ihre großartige Bluescollection in den 80er Jahren begann.
Dieses Riff, von jedem Gitarristen gespielt, der der Meinung war, Blues spielen zu können – hier knallte es rein: rauh, derb, ungeschminkt. Und für mich zunächst rätselhaft und unzugänglich. „Nein, das ist nicht Muddys bestes Album – und außerdem: hör Dir lieber Leute wie John Lee Hooker oder Big Bill Broonzy an“, meinte der sich gebildet gebende Klassenkamerad im Internat. Broonzy und Hooker, das meinte für ihn: hör dir den akustischen Blues an. Da bekommst Du eher mit, worum es eigentlich geht. Das ist das „Echte“, das Authentische – und nicht dieser elektrische, sexuell aufgeladene Sound von Muddys Band in den späten 70ern. Komisch: Die gleichen Vorurteile gab es gegenüber dem elektrischen Blues schon seit den 50er Jahren. Die elitären Folkzirkel mit ihrer Suche nach dem originalen Klang der unterdrückten Farbigen konnten sich nicht vorstellen, dass der Blues ihrer intellektuellen Konstrunktionen schon tot war. Blues war längst in den großen Städten angekommen, war Tanzmusik geworden und Vater der Rockmusik. Muddy Waters – nie war er bedeutender und identischer als bei jenen Aufnahmen, die er für die Library of Congress bei Lomax‘ legendärer Field Session aufnahm. So das gängige Urteil.
Am 4.4.1915 in Rolling Fork, Mississippi, als eines von zehn Kindern einer Landarbeiterfamilie geboren, kommt Muddy Waters mit drei Jahren, nachdem die Mutter gestorben ist, nach Clarksdale, wo er bei der Großmutter aufwächst. Wahrscheinlich erhält er in dieser Zeit seinen Spitznamen, weil er oft am Ufer des Mississippi spielt und völlig verdreckt nach Hause kommt – als Muddy Waters wird er berühmt. Bereits als Kind muss er auf der Farm arbeiten und Gelegenheitsarbeiten ausführen.
Mit neun Jahren beginnt er, Mundharmonika zu spielen und sich damit sein Taschengeld aufzubessern. Mit 17 bastelt er sich eine Gitarre und beginnt zu üben. Von seinen Vorbildern Robert Johnson und Son House übernimmt er die Bottleneck-Technik. In der Zeit wird er von der Lomax-Familie für die Library of Congress aufgenommen. Danach erhält er sein erstes professionelles Engagement als Mundharmonikaspieler in einer Show von Silas Green aus New Orleans. Kurz darauf reist er nach Memphis und besteigt dort den ”Illinois Central“, den wohl berühmtesten Zug der Süd-Nord-Strecke, um nach Chicago zu fahren. Als Transportarbeiter und LKW-Fahrer hat er dort sein Auskommen, und bald beginnt er auch in Chicago als Freizeitmusiker Geld dazu zu verdienen.
Big Bill Broonzy ist bereits 1920 aus dem ländlichen Mississippi nach Chicago gekommen und ist ein etablierter Musiker der Szene. Wie vielen anderen hilft er auch Muddy Waters, erste Kontakte zu anderen Künstlern zu knüpfen, und führt ihn in die Clubs ein. Die Fähigkeiten Muddy Waters’ sprechen sich herum, und seine Bemühungen, eine Chance für Plattenaufnahmen zu erhalten, haben bald Erfolg.
Im September 1946 holt Lester Melrose Waters ins Studio und produziert einige Aufnahmen für Columbia, die aber noch ziemlich unbeachtet bleiben. Damals begannen sich die großen Plattenfirmen immer mehr vom Blues zurück zu ziehen. Das eröffnet unabhängigen Plattenfirmen die Möglichkeit, sich auftuende Marktlücken zu schließen. Und so landet Waters eher auf einem Umweg bei Chess Records. Der Pianist Sunnyland Slim (geb. 1907) brauchte neben seinem Bassisten Big Crawford für eine Session bei Chess noch einen Gitarristen und erinnerte sich an Waters. Er muss ihn allerdings erst suchen, denn dieser ist gerade mit dem LKW unterwegs. Für Waters ist das die Chance, und er nutzt sie begeistert. Auf der Single ”Johnson Machine Gun“/“Fly Right, Little Girl“ begleitet er Sunnyland Slim, und während dieser Session entsteht auch seine erste eigene Single: ”Gypsy Woman“/“Little Anna Mae“.
Eine Sensation ist dann 1948 die Platte ”I Can’t Be Satisfied“. Wie kein anderer Musiker trifft Muddy Waters damit den Nerv der Zeit. Aristocrat hat Mühe, die immense Nachfrage mit genügend Exemplaren zu befriedigen. Nur von Big Crawfords Bass begleitet, interpretiert Waters ein Stück, das bereits 1941 als ”I Be’s Troubled“ in seinem Repertoire war. Muddy Waters’ Stimme ist inzwischen reifer geworden, und er spielt jetzt eine elektrisch verstärkte Gitarre. Robert Palmer schätzt diese Aufnahme, die einen Wendepunkt in der Geschichte des Chicago Blues bedeutet, 1981 wie folgt ein:
”Das war der alte, tiefe Delta Blues, da gibt es gar keinen Zweifel, aber es war auch etwas Neues. Er ragte heraus aus dem Überangebot von R&B-Veröffentlichungen von saxophongeführten Jump Combos und Bluesballadensängern wegen seiner Einfachheit, seiner Leidenschaft und wegen des hypnotischen Dröhnens einer Saite.“
Seit 1950 konzentrieren sich die Chess-Brüder vollständig auf das gewinnträchtige Plattengeschäft. Ihr Label nennen sie seitdem der Einfachheit halber Chess. In diesem Jahr erscheint auch Little Walter zum ersten Mal mit Muddy Waters im Studio. Er wird zu einem seiner bedeutendsten Begleitmusiker und gilt neben Sonny Boy Williamson II und Walter Horton als wichtigster Vertreter der modernen Bluesmundharmonika.
Geboren wird er als Marion Walter Jacobs am 1.5.1930 in Marksville, Louisiana. Mit acht Jahren spielt er bereits Mundharmonika, mit zwölf reißt er von zu Hause aus. Sein Ziel ist New Orleans, wo er eine eigene Gruppe gründet und neben Straßenauftritten trotz seiner Jugend auch Engagements in Clubs erhält. Bald reist er weiter nach Norden, wo er in Helena, Arkansas, Robert Jr. Lockwood und Houston Stackhouse trifft. Unter ihrem Einfluss lernt er Gitarre spielen. Den nachhaltigsten Eindruck hinterlässt jedoch Sonny Boy Williamson II. Er mag ihn auch veranlasst haben, sich der Mundharmonika mit einer bis dahin nicht gekannten Intensität zu widmen. Logischerweise führt auch Little Walters Weg ins Bluesmekka Chicago. Seit etwa 1946 lebt er dort.
Gleich zu Beginn spielt er mit Musikern wie Tampa Red, Memphis Slim und Big Bill Broonzy. In einem kleinen Plattenladen der Maxwell Street wird 1947 seine erste Platte produziert. Der Laden gehört der Familie Abrams, und jeder kann hier gegen ein relativ geringes Entgelt Platten aufnehmen. Als absatzfähig eingestufte Platten verkaufen die Abrams dann obendrein an ihre Kunden. Nach den ersten Platteneinspielungen in der Maxwell Street holt ihn Muddy Waters in seine Band, seine elektrisch verstärkte Mundharmonika ist in der Stadt bald eine Sensation. Er ist bei fast jeder Aufnahmesession von Muddy Waters dabei und wesentlich mitverantwortlich für den Verkaufserfolg der Platten. ”Louisiana Blues“, und ”Long Distance Call“ sind Titel, die die Hitparaden stürmen.
Waters hat mittlerweile eine feste Band, mit der er diverse Engagements in der Stadt erhält. Der ebenfalls aus Mississippi gekommene Jimmy Rogers spielt Gitarre, Marion Walter Jacobs, genannt Little Walter, Mundharmonika und Leroy ”Baby Face“ Foster (1923-1958) Gitarre und Schlagzeug. Aber erst auf seiner siebenten Aristocrat-Single gehen die Chess-Brüder das Risiko ein, Waters mit einer größeren Gruppe aufzunehmen. ”Screamin’ And Cryin’“/“Where’s My Woman Been“ wird 1949 mit Leroy Foster (dr), Johnny Jones (p) und wahrscheinlich Jimmy Rogers (g) aufgenommen. Eine solche Gruppenstruktur wird für den Chicago Blues der fünfziger Jahre typisch, wobei auch der Mundharmonika eine wesentliche Rolle zukommt.
Im Mai 1952 wird der Instrumentaltitel ”Juke“ auf Platte aufgenommen. Als Little Walter merkt, dass es ein Riesenerfolg zu werden verspricht, verlässt er die Band, um sich selbständig zu machen. Er drängt Junior Wells aus dessen Gruppe (der dann Walters Platz bei Waters einnimmt) und spielt mit den Brüdern Louis (geb. 1929) und David (geb. 1926) Myers und dem Schlagzeuger Fred Below (geb. 1926), die in Chicago als The Aces bekannt sind, als Little Walter & his Night Cats (später The Jukes). Die Entscheidung erweist sich für ihn als richtig, und mit Nummern wie ”Blues With A Feeling“, ”Boom Boom Out Goes The Light“ und ”Key To The Highway“ begeistern Little Walter und seine wechselnden Begleitmusiker ein immer größer werdendes Publikum. Auch weiterhin holt ihn Muddy Waters seiner überragenden Fähigkeiten wegen ins Plattenstudio.
Mitte der fünfziger Jahre hat sich der Stil der Muddy Waters Band wesentlich verändert. Mike Rowe schreibt dazu:

”Muddys Musik hatte sich deutlich vom traditionellen Mississippi-Hintergrund wegbewegt, . . . hin zu einem rauheren und rockenderen Sound, der mit dem schnellen Lebensrhythmus in Chicago schritthielt. Verschwunden war Muddys Bottleneck-Gitarre, und da er sich mehr darauf konzentrierte, zu singen und vor der Band zu stehen, nahm seine Stimme die schreiende Dringlichkeit des kompletten städtischen Bluesmannes an.“
Ergebnis dieses Entwicklungsprozesses sind Titel wie ”I’m Ready“, ”Mannish Boy“ und der größte Hit seiner gesamten Laufbahn, ”I’m Your Hoochie Cobchie Man“: Muddy hat damit einen riesigen Erfolg, besonders bei weiblichen Plattenkäufern. Er sieht sich wohl nicht zu Unrecht selbst als den ”hoochie coochie man“, den mächtigen Zauberer, der die Frauen verführt.
Gegen Ende der fünfziger Jahre beginnt Muddy Waters Stern zu sinken. Ein wesentlicher Grund ist, dass sich viele seiner ehemaligen Anhänger dem Rock’n’Roll von Künstlern wie Chuck Berry und Bo Diddley zuwenden, die ihre Platten ebenfalls auf Chess veröffentlichen. Auch seine erste England-Tournee 1958 (mit Chris Barber) bringt nicht den gewünschten Erfolg. Hier ist man noch den folkloristisch gefärbten Blues gewohnt, wie ihn in den fünfziger Jahren Josh White und vor allem Big Bill Broonzy darbieten. Die Lautstärke und die Aggressivität des Chicago Blues verwirren ein Publikum, das Blues auf akustischen Instrumenten hören will. Erst als Muddy Waters 1963 mit dem AFBF wiederkommt, weiß man seine Spielweise entsprechend zu würdigen.
In Chicago ist er in dieser Zeit eine regelrechte Institution. Neben seiner regulären hat er eine sogenannte Junior-Band. In ihr spielen jüngere Musiker seinen Stil, die Gruppe tritt oft in seinem Vorprogramm auf. Mit dem Album ”Electric Mud“ schaffen es die Chess-Brüder 1968 doch noch, Waters in ein modisch-glitzerndes Gewand zu stecken. Der englische Bluesexperte Mike Leadbitter reagiert bitterböse auf dieses ”Rockabenteuer“. Seine Kritik in der Zeitschrift ”Blues Unlimited“ ist kurz:

”Muddy Waters. Bluessänger und Gitarrist. Geboren 1915. Gestorben 1968. Wälz Dich in Frieden rum.“
Der Bass ist verzerrt, die Gitarre jault durchs Wah-Wah-Pedal und statt einer Mundharmonika lässt sich manchmal ein Free-Jazz-Saxophonsolo hören. Manche Alben muss die Kritik einfach hassen. Electric Mud, das 1968er Album von Muddy Waters gehört dazu. Dabei verkaufte sich die LP – für ein Bluesalbum erstaunlich – rund 200.000 Mal. Für den so langsam in Vergessenheit geratenden Blueser ein willkommener Antrieb für seine Karriere. Marshall Chess, Produzent der Platte, hatte sein Ziel erreicht, Waters trat danach in den Musiktempeln der weißen Hippies auf. Die Kritik aber schrieb den Meister gleich ganz ab. Verrat an der reinen Lehre der 12 Takte! Dabei ist Muddy Waters eigentlich der gleiche geblieben. Er singt seine Lieder aus der Vergangenheit (Mannish Boy, Hoochie Coochie Man,…) und adoptiert einen Song der Rolling Stones (Let‘s Spend The Night Together) derartig, das klar wird, dass immer noch er mehr Sexappeal ausstrahlt als Mick Jagger. Seine Studioband sind kompetente Musiker, die später im Jazz landen, teilweise sogar in Bands von Miles Davis.
Wozu ein Muddy Waters trotzdem noch fähig ist, beweist er im April 1969 mit der Doppel-LP ”Fathers & Sons“. Neben ihm und Otis Spann ragen bei dieser Produktion besonders die jungen weißen Musiker Paul Butterfield und Mike Bloomfield heraus. Muddy Waters poliert auf dem Doppelalbum Erfolgstitel der fünfziger Jahre auf, ohne jedoch irgendwelche Anleihen bei modischen Trends vorzunehmen. Die Doppel-LP wird ein großer Verkaufserfolg und trägt erheblich zur Vertiefung der internationalen Popularität von Muddy Waters bei. Sie wird zum Modell für weitere Produktionen afroamerikanischer Musiker mit ihren weißen Kollegen.
Muddys Versuch, an Howlin Wolfs „London Sessions“ anzuknüpfen, war 1971 ein kompletter Fehlschlag. „Die Typen sind Spitzenmusiker, leg denen das Buch vor und sie spielen es“, meinte Muddy Waters mal zu Peter Guralnik über seinen Ausflug zu den Londoner Musikern. Für seine Sessions hatte er unter anderem Steve Winwood, Georgie Fame und Rory Gallagher eingeladen. Also auf dem Papier eine durchaus ernstzunehmende Bluesband. Doch Muddy musste bald einsehen:
„Das ist nicht das, was ich brauche, um es meinen Leuten zu verkaufen, es ist nicht der Muddy-Waters-Sound. Und wenn du meinen Sound veränderst, dann veränderst du alles.“
The London Muddy Waters Sessions sind statt eines aufregenden Zusammentreffens von Schwarz und Weiß, von Vater und Söhnen im Geiste nur eine Ansammlung von langweilig runtergejammten Watersnummern geworden. Es gibt keine Spannung, keine Magie – und auch keinen Spaß, wie man ihn paar Jahre früher bei Howlin Wolf noch erleben konnte. Zum Glück gab es nur wenige Jahre später unter Federführung von Johnny Winter ein künstlerisches und kommerzielles Comeback für Waters. Und vorher noch 1975 das durchaus angenehme Woodstockalbum mit The Band.
Seit 1977 ist Waters bei Columbia unter Vertrag. Johnny Winter produziert auf dem Unterlabel Blue Sky vier LPs mit ihm, bei denen er nochmals alle Register seines K¨onnens zieht. ”Hard Again“, ”I’m Ready“, ”Muddy ’Mississippi’ Waters Live“ und ”King Bee“ stellen den großartigen Abschluss einer faszinierenden Plattenkarriere dar.
Die 1979 erschienene LP Muddy „Mississippi“ Waters Live war nach Meinung von Kritikern nicht wirklich nötig. Die Stücke des von Johnny Winter produzierten Live-Mitschnitts waren alle schon in besseren Studio-Fassungen bekannt. Doch bei den Fans steht das Album wie andere Scheiben des Spätwerks noch immer hoch im Kurs. Das liegt auch an der ausgezeichneten Band, mit der Waters damals unterwegs war: Johnny Winter, Luther „Guitar Junior“ Johnson und Bob Margolin an den Gitarren, Jerry Portnoy an der Mundharmonika und Pinetop Perkins am Piano. Als 2003 die DeLuxe-Ausgabe von Legacy erschien, enthielt sie neben dem originalen Album auf CD 1 noch mehr als 60 Minuten zusätzlicher Musik auf der zweiten CD. Die Titel wurden in gleicher Besetzung bei den gleichen Konzerten mitgeschnitten wie die erste Scheibe. Und so erhält man mit der Doppel-CD so ziemlich ein komplettes Konzert von Waters in den späten 70er Jahren. Neben den Standards seines Programmes wie dem „Hoochie Coochie Man“ oder „Mannish Boy“ finden sich auch seltener gespielte Stücke wie „Champagne and Reefer“ und „Corrina, Corrine“ Und wie bei allen Ausgaben der Legacy-Edition gibt es ein ausführliches Booklet mit Essays, Erinnerungen und jeder Menge Fotos. Wie sich Bob Margolin an seine Zeit in der Band erinnert kann man hier nachlesen. Und man kann sich völlig in diesen rauhen, männlichen Groove fallen lassen, der die Stones schon in den frühen 60ern begeistert hatte.
Am 30. April 1983 geht die Nachricht von seinem Tod in Chicago durch die Weltpresse.

Autor

Der Theologe Gary Burnett unterrichtet Neues Testament und neutestamentliches Griechisch am Queen’s University Institute of Theology in Belfast. In seinem Blog "Down at the Crossroads" veröffentlicht er Texte, die besonders den Bezügen zwischen Blues und Glauben nachforschen. In der Glaubensgemeinschaft, in der Burnett lebt, organisiert er außerdem jedes Jahr einen Bluesabend wo es nicht nur Live-Musik gibt, sondern auch gemeinsam über Musik und Glauben nachgedacht wird. http://downatthecrossroads.wordpress.com

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