Die Bluesalben 2011 – Die kompletten Ergebnisse

2662 Leser haben abgestimmt. Insgesamt wurden in den fünf Kategorien 17714 Stimmen auf  insgesamt 67 Alben verteilt. Hier sind die kompletten Ergebnisse der ersten Umfrage zu den Blues-Alben des Jahres der „Wasser-Prawda“. Zu hören sind die Alben der Sieger und Platzierten am 14. Februar zwischen 20 und 22 im "Crossroad Cafe" auf radio 98eins (www.98eins.de)

Bluesalbum elektrisch (international)

Kaum eine Kategorie war so umkämpft wie diese. Aber das lag einfach auch daran, dass hier bekannte Interpretinnen wie Ana Popovic, Louisiana Red, Gregg Allman und Johnny Winter gleichberechtigt neben noch jüngeren Künstlern wie Dana Fuchs, Johnny Childs oder Mariëlla Tirotto & the Blues Federation standen. Und außerdem gibt es die denkbar bunteste Mischung zwischen dem Pianoblues von Marcia Ball, Gitarrenblues der verschiedensten Richtungen, Soulblues und Bluesrock. Die Endplazierung ist letztlich das Ergebnis massiver Fanoffensiven der Musiker auf den ersten fünf Rängen.

  1. 1511   Philip Fankhauser – Try My Love
  2. 1324   Ana Popovich – Unconditional
  3. 900     Beth Hart & Joe Bonamassa –     Don‘t Explain
  4. 760     Dana Fuchs – Love To Beg
  5. 719     Mariëlla Tirotto & the Blues Federation – Dare To Stand Out
  6. 478     Candye Kane – Sister Vagabond feat. Laura Chavez
  7. 447     Gina Sicilia – Can‘t Control Myself
  8. 280     Louisiana Red & Little Victor‘s Juke Joint – Memphis Mojo
  9. 185     Johnny Childs – Groove
  10. 140     Gregg Allman – Low Country Blues
  11. 136     Johnny Winter – Roots
  12. 132     Little G Weevil – The Teaser
  13. 120     Cash Box Kings – Holler & Stomp
  14. 107     Tedeschi Trucks Band – Revelator
  15. 97       Mike Zito – Greyhound
  16. 96       Marcia Ball – Roadside Attractions
  17. 87       Earl Thomas with Paddy Milner & The Big Sounds – See It My Way
  18. 84       Tab Benoit – Medicine
  19. 83       Lightinin‘ Malcolm – Renegade
  20. 70       Morland & Arbuckle – Just A Dream
  21. 68       Hugh Laurie – Let Them Talk
  22. 51       Ernest Lane – 72 Miles from Memphis
  23. 46       Sugar Ray & The Bluetones – Evening
  24. 41       Roomful of Blues – Hook, Line & Sinker
  25. 40       THE DUKE ROBILLARD BAND – Low Down and Tore Up
  26. 30       Rod Piazza & The Mighty Flyers – Almighty Dollar
  27. 24       Tracy Nelson – Victim of the Blues
  28. 20       Wentus Blues Band – Woodstock

 

Bluesalbum elektrisch (national)

Anfangs sah es fast so aus, als könne Timo Gross bei den deutschen Veröffentlichungen keiner gefährlich werden. Höchstens noch Jimmy Reiter. Doch dann drehte sich im Laufe der Wochen das Bild komplett. Für mich überraschend der Platz 2 mit dem Cologne Blues Club. Denn deren Album hab ich bislang noch nicht hören können. Überraschend für mich das Abschneiden von Henrik Freischlader. Und ebenso auch die Erfolge von Jessy Martens und Dynamite Daze.

  1. 640    Jessy Martens & Band – Brand New Ride
  2. 341    Cologne Blues Club – Our Streets
  3. 332    Dynamite Daze – Scarecrows on Rampage
  4. 327    Jimmy Reiter – High Priest of Nothing
  5. 271    Henrik Freischlader – Still Frame Replay
  6. 270    Timo Gross – Falllen from Grace

Bluesalbum (akustisch)

Auch wenn Fan-Aktionen für einzelne Nominierte im Laufe der Zeit für gewisse Veränderungen sorgten, ist bei den Akustikalben der Sieg von Big Daddy Wilson von Anfang an unumstritten geblieben. Und als ich schon fast befürchtete, ich wäre der Einzige Fan von Rory Blocks aktuellem Album, wurde ich prompt eines besseren belehrt. Auch wenn ich mit Reverend Peyton allein zu stehen scheine….

  1. 703    Big Daddy Wilson – Thumb A Ride
  2. 325    Sunday Wilde – What Man!?? – Oh THAT man!!
  3. 291    Rory Block – Shake ‚em On Down
  4. 225    Richie Arndt, Timo Gross, Alex Conti – Crossing Borders
  5. 161    8 Ball Aitken – The Tamworth Tapes
  6. 110    Bernd Kleinow – The Harp
  7. 69      Swamp – Mes Amis
  8. 60      John Pippus – Wrapped Up In The Blues
  9. 50      Biber Herrmann – Love & Good Reasons
  10. 26      Reverend Peyton‘s Big Damn Band – Peyton on Patton
  11. 23      Mary Flower – Misery Loves Company
  12. 20      Matt Walsh Acoustic Quartet – A Part Of Me
  13. 18      Pokey LaFarge  –  Middle of Everywhere
  14. 14      Ray Bonneville – Bad Man‘s Blood

Livealbum

Dass Nominierungen für die Blues Music Awards und Verkaufszahlen nicht alles sind, zeigt sich besonders deutlich bei den Live-Alben des Jahres. Hier gewinnt mit fast doppelt so vielen Stimmen wie die Zweitplatzierte die polnische Sängerin und Gitarristin Magda Piskorczyk, Die Branchenlieblinge und Altstars wie Eric Clapton, JJ Grey & Mofro oder Tommy Castro landen weit abgeschlagen im Mittelfeld. Allerdings ist dieses Ergebnis auch aus kritischer Sicht der Redaktion vollkommen gerechtfertigt.

  1. 824       Magda Piskorczyk – Afro Groove
  2. 478       Nina van Horn – Ashima, India Tour
  3. 469       Sean Chambers – Live from The Long Island
  4. 335        Eric Bibb – Troubadour Live w    ith Stefan Astner
  5. 200        Eric Clapton & Wynton Marsalis – Play the Blues Live from Jazz at Lincoln Center
  6. 71         JJ Grey & Mofro – Brighter Days
  7. 70         Tommy Castro – The Legendary Rhythm & Blues Revue Live!
  8. 49         Mad Dawgs – …live!
  9. 27         The Streetrats – à3

Debüt 2011

Noch bunter gemischt als in den anderen Kategorien ist die Debüt-Abteilung. Vom Texas-Boogie a la ZZ Top (The Mezcaleros) über klassischen Gitarrenblues (Richard Carr), Soulblues mit Hiphop (Tweed Funk) bis zum akustischen Ausflug in die Frühzeit des Blues bei Bena & Ptazek reichte da das Spektrum. Und anders als bei den Blues Music Awards habe ich hier nur wirkliche Debüts aufgenommen. Jemand der wie Johnny Childs schon andere Platten aufgenommen hat, musste sich dem Wettbewerb in den anderen Kategorien stellen.
Bleibt zu hoffen, dass man von den Debütanten des Jahres 2011 bald neue Alben zu hören bekommt. Die Chancen stehen ja recht gut: Bena & Ptacek sind bald bei der European Blues Challenge in Berlin zu erleben während Tweed Funk gerade noch in Memphis bei der IBC kämpfen. Hip Shakin Mama dagegen ist schon seit Wochen im Studio für das nächste Album. Und Samantha Fish und Sena Ehrhardt werden beim ständigen Touren hoffentlich genügend Ideen für neue Songs finden.

  1. 961       The Mezcaleros – Road To Texas
  2. 619       Samantha Fish – Runaway
  3. 377       Hip-Shakin Mama & The Leg Men – Reclaim Your Land
  4. 338       Sena Ehrhardt Band – Leave The Light On
  5. 160       Richard Carr – Tell Everybody
  6. 135       Bena & Ptaszek – Music of the Mississippi River
  7. 96         Tweed Funk – Bringin‘ It
  8. 58         Dave Moretti Blues Revue – Bluesjob
  9. 48         Nicky Estor – Blues and Friends
  10. 45         Joel DaSilva and the Midnight Howl

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