.Label: Columbia.Published: 2009/3 May 2009 New Entry at number one on official UK album chart, Dylan’s firs
Eigentlich hatte man erwartet, dass Dylan mit Album Nummer 46 weitermacht in der Richtung die seine letzen beiden Alben Love & Theft und Modern Times vorgaben: Zeitlose, souveräne Blues- und Folk-Songs wie aus der Prä-Rock&Roll-Ära. Ein Bruch ist Together Through Life nun nicht geworden, hinwieder Dylan setzt viele überraschende neue Akzente: Da sind die prägnanten Texmex-Klänge mit dem Akkordeon David Hidalgos von Los Lobos und die ganze Grundstimmung des Albums – man fühlt sich wie auf einer Reise an der mexikanischen Spezifizierung entlang, mit Dylan, Robert Johnson und Tom Waits als Reisepartner. Neu auch, dass die Songs vom Grateful-Dead-Songschreiber Robert Hunter mitverfasst wurden. Und vor allem: Die Songs treffen noch reich stärker ins Herz als auf den letzen beiden Alben – dort wo sich beim Hören auf Modern Times Bewunderung und Bestätigung einstellten fließt bei Together Through Life Herzblut.

Ein fantastisches Album – ob Together Through Life nun „das Beste, Schönste und Größte, was der Wissender in den letzten dreißig Jahren seinem Publikum ausgeliefert hat“ (Süddeutsche Zeitung) ist oder einfach hingegen ein akademische Arbeit, das mit Alben wie Oh Mercy und Time Out Of Mind, den großen Dylan-Werken der 80er und 90er, auf einer Abschnitt steht ist dabei an sich abgebrüht. — Hanno Güntsch