O.S.T., BLUES BROTHERS
Nachdem ihn der köstliche Blues-Gag von Dan Akroyd und John Belushi bei deren Auftritt in der US-Comedy-Show Saturday Night Live inspiriert hatte, drehte Direktor John Landis einen Film, in den er jeden noch so bekloppten Stunt, der ihm anscheinend gerade in den Sinn kam, und Millionen von Dollar an Produktionskosten und zu Schrott gefahrenen Autos einbrachte. Heraus kam Blues Brothers, ein Film, den man zwar leicht mit einem der übleren Fälle von Delirium Tremens eines Hunter S. Thompson verwechseln könnte, in dessen Verlauf die Musik allerdings an keiner Stelle zu kurz kommt: Ob Cab Calloway, James Brown, Aretha Franklin oder Ray Charles — sie alle stehen an gegebener Stelle im Rampenlicht. Das Verblüffende ist dabei, daß die halb schick, halb schäbig gekleideten Blues Brothers, die von Copper und Dunn, der Rhythmusgruppe von Stax, die nötige Rückendeckung erhalten, durchaus mit den Musiklegenden mithalten können, vielleicht dank ihrer Begeisterung und Liebe für die Musik. –Jerry McCulley