Articles in Category: Feuilleton

Trilogie zweifach

Robert Klopitzke , Sarah Schneider Dienstag, 21 Mai 2013. Hits 125 Feuilleton - Bücher

Jürgen Buchmanns „Lüneburger Trilogie“

Trilogie zweifach

Jürgen Buchmanns „Lüneburger Trilogie“ haben wir zwei Rezensentinnen in die Hand gegeben. Die Ergebnisse sind so unterschiedlich wie deren Persönlichkeiten. Und doch sind die Texte in ihrer Gesamtheit eine gute Möglichkeit, sich diesem vielschichtigen und garantiert nicht einfachfen Buch zu nähern.

Wasser-Prawda Magazin 05/2013

Bluespfaffe Freitag, 17 Mai 2013. Hits 225 Blogs - Editorial - Feuilleton - Musik

Editorial

Wasser-Prawda Magazin 05/2013

Es kommt selten vor, dass man als Bluesfan vom ersten Moment an völlig überzeugt und begeistert von der Musik eines bislang unbekannten Musikers ist. Für mich war einer dieser Momente beim Festival „Nordischer Klang“ in Greifswald. Nachdem ich jahrelang drum gebettelt habe, dem Blues in diesem skandinavischen Kulturfestival einen Platz einzuräumen, hatte man in diesem Jahr tatsächlich einen Bluesmusiker eingeladen.

Thomas Meinecke Alles ist Zitat und alles wird zitiert.

Kristin Gora Montag, 13 Mai 2013. Hits 235 Literatur - Feuilleton - Bücher

Thomas Meinecke: Ich als Text: Frankfurter Poetikvorlesungen. Eine Rezension von Kristin Gora.

Thomas Meinecke Alles ist Zitat und alles wird zitiert.
In den veröffentlichten erweiterten Frankfurter Poetikvorlesungen, die Thomas Meinecke im Rahmen der berühmten Gastdozentur hielt, macht er sich selbst vom Erzähler „zur erzählten Figur“ (S.2). Eigentlich soll in der Vorlesungsreihe, die seit 1959 an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main über eine Stiftungsgastdozentur Poetik etabliert ist, Studierenden die Möglichkeit gegeben werden, Dichtung „auch einmal [aus] der Sicht des über sein kreatives Wirken reflektierenden Schriftstellers zu sehen und zu verstehen“, so die Internetseite zur Veranstaltung. Die erste Dozentin Ingeborg Bachmann widmete sich gleich den großen „Fragen zeitgenössischer Dichtung“, Heinrich Böll sprach über die „Ästhetik des Humanen“. Christa Wolf, Wolfgang Koeppen, Günter Grass, Rainald Goetz und Uwe Timm. Sie alle kamen, bevor Thomas Meinecke im Wintersemester 2011/12 das Zepter übernahm und 5 Vorlesungen einer etwas anderen Art konzipierte, die das Format Vorlesung doch allzu ernst nahm.

Rainald Goetz – Johann Holtrop

Kristin Gora Montag, 13 Mai 2013. Hits 158 Feuilleton - Belletristik - Bücher

Eine Rezension von Kristin Gora.

Rainald Goetz – Johann Holtrop
Mit einem treffsicheren Fingerspitzengefühl piekst Rainald Goetz in seinem aktuellen Roman in eine Sprachblase nach der anderen. Er zeigt, was Menschen mit ihrer Sprache machen und wie die Sprache die Menschen macht, wie Wirtschaft oder Kunst mit Sprache erklärt und geschaffen werden. Eine große konstruierte Wirklichkeit. Besser als jede Reality-TV-Sendung, denn hier wird die Wirklichkeit zur Show. Die Figuren der erzählten Welt des Johann Holtrop geben ununterbrochen den „normalen Nulltext“ von sich, den „Text, den alle kannten.“ Die Wirtschaft wird zum großen verbalen Wenn-Dann-Geschäft.

Wie der Tafelhuber Toni seinen Hitler verleugnet hat

Ödön von Horváth (1901 - 1938) Freitag, 10 Mai 2013. Hits 171 Feuilleton - Sprachraum

Erzählung von Ödön von Horvath

Wie der Tafelhuber Toni seinen Hitler verleugnet hat

Gegen den Satan der Fleischeslust ist noch kein Kraut gewachsen, besonders im Fasching nicht. Auch wenn man eingeschriebenes Mitglied der NSDAP ist, erliegt man halt leicht der Versuchung, wie uns dies der Fall Tafelhuber zeigt. Der Tafelhuber Toni war nämlich ein überaus eifriger Hakenkreuzler, aber trotzdem verleugnete er bei der letzten Redoute seinen Hitler, und daran war nur so ein raffiniertes Frauenzimmer, Gott verzeih ihr die Sünd, schuld. Die hat den Tafelhuber Toni direkt um ihre Finger gewickelt, akkurat wie die Dalila ihren Simson. Dabei war der Tafelhuber gar kein Simson nicht.

Die Freiheit, Leerstellen zu füllen

Erik Münnich Freitag, 03 Mai 2013. Hits 294 Literatur - Feuilleton

Marion Brasch im Gespräch

Die Freiheit, Leerstellen zu füllen

Die (Radio-)Journalistin Marion Brasch feierte 2012 mit Ab jetzt ist Ruhe. Roman meiner fabelhaften Familie ein (spätes) literarisches Debüt. Ihr Buch, das das Verschwinden einer – vielen nicht unbekannten – Familie vor dem Hintergrund des Verschwindens eines Landes thematisiert, soll dabei nicht der Begründung eines Familienmythos dienen oder gar als politische Abrechnung verstanden werden. Vielmehr wollte sie ihre eigene Geschichte erzählen. Erik Münnich sprach mit ihr über die Vorzüge des Romans, die Arbeit an ihrem Buch und die Familie Brasch.

Das ist Theater!

Erik Münnich Donnerstag, 18 April 2013. Hits 434 Veranstaltungen - Feuilleton

4.48 Psychose von Sarah Kane im Greifswalder Café Koeppen

Das ist Theater!

Fünf Minuten vor Premieren wolle Grian Duesberg viel lieber Maurer als Schauspieler sein – Stein auf Stein und am Ende stünde ein ordentliches Haus. So weit weg lag das, was er und seine Mitstreiter/innen am 11.04.2013 im Greifswalder Café Koeppen abgeliefert haben, nicht von diesem Wunsch. Viel mehr noch: Dieser Abend war Theater, wie es sein sollte – mitreißend, authentisch und unterhaltsam.

Brennende Bücher, Blues in Memphis und Bluesrock am Ende der Wüste

Bluespfaffe Donnerstag, 21 März 2013. Hits 534 Editorial - Feuilleton - Musik

Die Themen im pdf-Magazin Nummer 3/2013

Brennende Bücher, Blues in Memphis und Bluesrock am Ende der Wüste

Am 10. Mai 2013 jährt sich die Bücherverbrennung in Deutschland zum 80. Male. Es ist der Tag, an dem sich Teile der deutschen Bildungselite dafür hergaben, die deutsche Literatur oder besser gesagt: einen großen und vielleicht bedeutenderen Teil derselben, den Flammen zu übergeben. „Aktion wider den undeutschen Geist“ nannten sie das.

Über die Politisierung der Literatur

Kristin Gora Freitag, 25 Januar 2013. Hits 1714 Literatur - Feuilleton

Ein Gespräch von Kristin Gora mit Peter Pohl und Claus-Michael Schlesinger über "Imperium" von Christian Kracht.

Über die Politisierung der Literatur

„Seit Faserland gilt Christian Kracht als wichtige Stimme der Gegenwart. Sein neuer Roman Imperium zeigt vor allem die Nähe des Autors zu rechtem Gedankengut.“ Mit diesen Zeilen überschrieb der Kritiker Georg Dietz seinen Beitrag im Spiegel, womit alles begann. Er schrieb: „Durch den schönen Wellenschlag der Worte scheint etwas durch, das noch nicht zu fassen ist. Das ist die Methode Kracht. [...] Wenn man genau hinschaut, ist Imperium von Anfang an durchdrungen von einer rassistischen Weltsicht. [...] Er ist, ganz einfach, der Türsteher der rechten Gedanken. An seinem Beispiel kann man sehen, wie antimodernes, demokratiefeindliches, totalitäres Denken seinen Weg findet hinein in den Mainstream.“ An diesen Aussagen arbeitete sich wochenlang das deutschsprachige Feuilleton in diesem Frühjahr ab. Auch Autoren und Verleger mischten sich in die Debatte ein.

Phantastische Topographie der Hansestadt Lüneburg: Im Labyrinth

Jürgen Buchmann Donnerstag, 17 Januar 2013. Hits 515 Feuilleton - Literatur - Sprachraum

Auszug aus: Jürgen Buchmann, Lüneburger Trilogie (Greifswald 2013)

Phantastische Topographie der Hansestadt Lüneburg: Im Labyrinth

Fahrt die Strecke Hannover-Hamburg. Wenn ihr des Schaffners Ruf hört: Lüneburg, 2 Minuten!, dann springt heraus aus dem Abteil, überschlagt einen oder zwei Züge - der Herr Stationsvorsteher bescheinigt ja gern die Fahrtunterbrechung - und seht euch die schöne alte Stadt an. Ich übernehme gerne die Verantwortung!

Vier Banjospieler

Bluespfaffe Dienstag, 08 Januar 2013. Hits 673 Feuilleton - Musik

Eine Annäherung an Bilder von William Sidney Mount, Thomas Eakins und Henry Ossawa Tanner.

Vier  Banjospieler

Die genaue Geschichte und Herkunft des Banjos ist unter Fachleuten noch immer umstritten. Klar ist aber, dass das Instrument zunächst in den USA von Amerikanern afrikanischer Herkunft popularisiert wurde. Doch als Bluesinstrument wurde später  lange vernachlässigt.Auf Gemälden des 19. Jahrhunderts wurden erstmals afrikanisch-amerikanische Musiker mit Banjo  ohne rassistische Klischees dargestellt. 

Prudenci Bertrana - Josafat.Oder: Unsere Liebe Frau von der Sünde

Prudenci Bertrana Donnerstag, 13 Dezember 2012. Hits 807 Feuilleton - Sprachraum

Prudenci Bertrana - Josafat.Oder: Unsere Liebe Frau von der Sünde

Als Vorabdruck der Neuübersetzung von Betranas Roman von Jürgen Buchmann veröffentlichen wir hier das 1. Kapitel.

In den Glockenturm Unserer Lieben Frau gelangt man über die Taufkapelle. Die mystische Dämmerung des gotischen Tempels wird hier zur Finsternis. Von dem Gemälde über dem Eingang, auf dem Johannes der Täufer aus einer Muschel Wasser über das edle Haupt Jesu gießt, ist nicht mehr zu erkennen als die verschwommenen Tupfer des weißen Inkarnats.

Weil ich ja Leben und Arbeit nie getrennt habe.

Sonntag, 25 November 2012. Hits 935 Feuilleton - Bücher

Christoph Schlingensief und der Versuch, sich ins Leben zu katapultieren. Von Erik Münnich.

Weil ich ja Leben und Arbeit nie getrennt habe.

Ich weiß, ich war’s heißt der pragmatische wie konsequente Titel dieses Buches, in dem der am 21. August 2010 verstorbene Christoph Schlingensief auf sein Leben und seine Arbeit zurückblickt. Aber nicht, um „Resümee zu ziehen […]. Er wollte sich ins Leben zurückkatapultieren“, wie die Herausgeberin Aino Laberenz im Vorwort schreibt. In seiner Zusammenstellung fragmentarisch, versammelt dieses Buch Texte, durch die der Leser in den „Kosmos“ Schlingensiefs eindringen wie weiter vorstoßen kann.

 

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    Author kauvieh, Montag, 16 Juli 2012, Hits 2777, AGB

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    Author kauvieh, Dienstag, 12 Juni 2012, Hits 494, AGB

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Neue kommentare

thanks to all the wonderful public of Eutin and great organasation !
I had a wonderful time with you all and don't forget Blues is a...

Nina Van Horn Nina Van Horn 23. Mai, 2013 |

Voll d'acord Bluespfaffe, ich weiß ja, daß Du qualitativ hochwertige Musik suchst und nicht zu den Schubladendenkern gehörst. Meine...

Bernd Bernd 22. Mai, 2013 |

Ich war ganz schön genervt von der Tatsache, dass einige Leute ihre Kritik derartig unreflektiert und von keiner wirklichen Sachkenntnis...

Bluespfaffe Bluespfaffe 22. Mai, 2013 |

Gemach Nathan, erst mal schön, daß Eutin trotz des Wetters prima war. Ich bin ja eingeschworener Anhänger des Chicago, Texas, Delta -...

Bernd Bernd 22. Mai, 2013 |

Den Nagel auf den Kopf getroffen! Danke Nathan!

Gerlinde Rosensteiner Gerlinde Rosensteiner 16. Mai, 2013 |